Mit den Kanada-Autoren: Mechtild und Wolfgang Opel durch Nova Scotia

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Die deutschen Autoren Mechtild und Wolfgang Opel sind seit vielen Jahren weltweit unterwegs und besonders von Kanadas Kultur, Geschichte und Landschaft fasziniert. Mehrere Monate im Jahr wohnen und leben sie in Nova Scotia. Für MKR haben sie die 10 schönsten Reisetipps für Nova Scotia zusammengestellt.

 

Eastern Shore (hier: Taylor Head Provincial Park)

An der durch Touristen kaum frequentierten östlichen Küste der Halbinsel Nova Scotia findet man sie noch: die Strände, an denen kein Mensch zu sehen ist, die Buchten und Inseln, um die niemand paddelt. Und selbst da, wo ausgeschilderte Zufahrtsstraßen auf erschlossene Parks mit Picknick-Tischen oder gar auf Campingplätze hinweisen, trifft man oft auf traumhafte Strände und weitgehend naturbelassene Zonen mit extrem wenigen Menschen – besonders wenn man einen ausreichenden Abstand zur Hauptstadt Halifax gewonnen hat.

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Halifax Waterfront

Von den Historic Properties bis zum Pier 21 zieht sich ein geschäftiger Fußgängerbereich durch die Provinzhauptstadt Nova Scotias. Beim Flanieren zwischen kleinen Läden, Restaurants und den Kiosken der Touranbieter lässt sich immer etwas entdecken. Nicht verpassen sollte man einen Besuch im Maritime Museum of the Atlantic – oder im Museum of Immigration, das Kanada als Einwanderungsland würdigt. Ein paar Straßenzüge weiter hinauf verweisen teils über 200 Jahre alte Häuser zwischen den modernen Bauten auf die Siedlungsgeschichte einer der ältesten Großstädte Nordamerikas.

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Peggy’s Cove

Kanadas am häufigsten fotografierter Leuchtturm liegt südlich der Hauptstadt Halifax abseits der Route #333 reizvoll auf einem Felsmassiv am Atlantik. Vor 9 Uhr und kurz vor Sonnenuntergang hat man hier das beste Licht – und auch die wenigsten Touristen, die an manchen Tagen mit Bussen von Kreuzfahrtschiffen zu hunderten herangefahren werden. Hier und in den benachbarten Dörfern zeigt die eigentümlich karge Landschaft mit Tausenden Findlingen aus Granit deutliche Spuren der Eiszeit und erinnert fast an arktische Tundra.

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Lunenburg

Der Altstadtkern im zauberhaften Städtchen Lunenburg mit seinen farbenfrohen Holzhäusern ist UNESCO-Welterbestätte. Museen, Galerien und Läden locken hier zu vielfältigen Erkundungen, und man kann den traditionsreichen Zweimastschoner „Bluenose II“, der die kanadische 10-Cent-Münze ziert, besichtigen. Alljährlich am ersten August-Wochenende treffen sich beim Harbour Folk Festival engagierte nationale und internationale Musiker – wie hier der „Teufelsgeiger“ Ashley MacIsaac und seine Begleiter.

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Kejimkujik National Park

Nur ein Fünftel des 38.000 ha großen Parks, bestehend aus Wald, Seen und Flüssen, ist erschlossen, der Rest nahezu unberührt. Hirsche, Biber und auch Schwarzbären sind hier zu Hause, ebenso wie seltene Wasserschildkröten oder fliegende Eichhörnchen. Mit Kajak oder Kanu, zu Fuß oder mit dem Mountainbike lässt sich hier Natur pur erleben. Als einer von nur 19 Orten in Kanada ist der Park von der Astronomical Society of Canada als frei von Lichtverschmutzung anerkannt – und daher ein Paradies für Sterngucker.

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Port Royal

Bereits 1605 gründeten französische Siedler hier einen Handelsposten und hätten ohne die freundschaftliche Hilfe der Mi’kmaq-Indianer den ersten Winter kaum überlebt. In einer Replik des 1613 von englischen Truppen zerstörten Forts westlich von Annapolis Royal zeigen heute kostümierte Museumsmitarbeiter sehr eindrucksvoll das Alltagsleben der Fremdlinge, und was sie dabei von den Mi’kmaq lernen konnten.

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Powwow (hier in Halifax)

Die größten Gemeinden der First Nations in Nova Scotia veranstalten alljährlich Powwows – Feste, bei denen sie sich mit Angehörigen anderer First Nations treffen. Auch Touristen sind stets willkommen, wenn die Frauen in Trachten aus mit Perlen oder Stachelschweinsborsten verziertem Stoff oder Hirschleder und die Männer mit auffälligem Kopfschmuck, mit Tanzstab und eindrucksvollen Federrädern in traditionellen Tanzwettbewerben auftreten. Mit ihren farbenprächtigen, phantasievollen und temporeichen Darbietungen zeigen sie, dass ihre traditionelle Kultur noch lebendig ist.

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Brier Island

Die kleine Insel am Westende von Nova Scotia ist nicht nur ein wunderschönes „Ende der Welt“, ein Rückzugsort an oft nebelverhüllten Gestaden mit Fischerbooten, Wanderwegen, Wildblumen, Seevögeln und Meeressäugern, sondern auch der denkbar beste Ausgangspunkt für Walbeobachtungstouren. Die Boote fahren ca. 1-2 Stunden hinein in die Bay of Fundy zu Plätzen, an denen die Wal-Wahrscheinlichkeit am höchsten ist. Mit recht hoher Erfolgsquote bekommt man hier etwa Buckelwale, Zwergwale, hin und wieder Finnwale und sogar den seltenen, weil einst nahezu ausgerotteten Nördlichen Glattwal zu sehen.

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Indian Summer (hier: Am Ufer des Medway Rivers)

Für Kanadier bezeichnet dieser Begriff eine Warmwetterperiode im Spätherbst. Wohl weil diese oft mit intensiver Laubverfärbung einhergeht, verwendet man „Indian Summer“ in Deutschland für das, was man in Kanada mit „Fall Foliage“ bezeichnet. Nach den ersten Frösten ab Ende September verwandeln sich die Wälder in eine Farbsymphonie, die bei in Deutschland einheimischen Bäumen so nicht vorkommt und zumeist um den 10. Oktober den Höhepunkt erreicht. Vom tiefen Rot bis zum strahlenden Gelb und dazu noch in allen anderen Schattierungen zwischen Grün und Braun leuchtet es dann – sogar wenn die Sonne nicht scheint.

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Cabot Trail, Cape Breton

Man braucht mindestens zwei bis drei Tage, um zu genießen, was diese Rundstraße zu bieten hat: gebirgiges Hochland, dramatische Ausblicke von wunderschönen Steilufern, Strände, dichte Wälder, reizvolle Täler an Flüssen mit Lachsen. Die Chance ist groß, beim Wandern Elchen, Luchsen oder Coyoten zu begegnen – oder Walen, wenn man in Pleasant Bay eine Bootstour bucht. In vielen Gemeinden an der Straße werden akadische oder schottische Traditionen hochgehalten und setzen kulturelle Farbtupfer.

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Über die Autoren

Autoren Mechtild und Wolfgang Opel sind seit vielen Jahren weltweit unterwegs und besonders von Kanadas Kultur, Geschichte und Landschaft fasziniert. Gemeinsam haben sie das Länderporträt „Das Kanada- Lesebuch – Alles, was Sie über Kanada wissen müssen” geschrieben, das auch im MANA-Verlag erschienen ist.

Das Kanada-Lesebuch | Alles, was Sie über Kanada wissen müssen
Autoren: Mechtild und Wolfgang Opel
Seitenzahl: 480 Seiten
Format: 18 x 21 cm, Klappbroschur Abbildungen: ca. 600, meist farbige Bilder
Auflage: 2. Auflage, 2015

Eisbären – Wanderer auf dünnem Eis
Autoren: Mechtild und Wolfgang Opel
Seitenzahl: 352
Format: 18 x 21 cm, Klapp-Broschur
Abbildungen: circa 300 (in Farbe)

(Text, Fotos:  Mechtild und Wolfgang Opel)

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