Northwest Territories: Winter ohne Ende…

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Echte Winterabenteuer werden wahr, wenn die Seen und Flüsse in den Northwest Territories (NWT) zufrieren und die sogenannten Ice Roads ein ganz neues Straßennetz mit spannenden Routenalternativen auf die Landkarte zeichnen. Wie wäre es mit einer Hundeschlittenfahrt, Schneeschuhwanderungen oder einer nächtlichen Schneemobil-Tour mit anschließender Beobachtung der Polarlichter? Wir servieren euch ein paar “heißkalte” Aktivitäten für euren Winterurlaub in NWT.

(Foto: Aurorain Wood Buffalo; Peter McMahon, Tourism NWT)

So fühlt sich ein ehrlicher Winter an…

In den Northwest Territories dauert der Winter gerne mal 6 Monate – manchmal auch noch länger. Die Nächte sind einsam, lang und sternenklar und die Temperaturen sinken hier schon mal auf frostige -40° Celsius. Bei diesen Aussichten wird dir ganz warm ums Herz?! Dann bist du im magischen Winter in Kanadas hohem Norden genau richtig. Hier unsere Reisetipps für einen anderen Winterurlaub…

 

Abenteuer „Ice Road“:

Sobald die Seen und Flüsse der Northwest Territories zugefroren sind, ändert sich die Straßenkarte der Region dramatisch: die sogenannten „Ice Roads“ entstehen und erweitern das Straßennetz um spannende Alternativen. Zwischen Januar und März wird das Eis dieser neuen Strecken über einen Meter dick und hält sogar riesige LKWs aus. Wer kennt sie nicht, die Ice Road Trucker – urige Fernfahrer, die ihre Ladung über die Eisstraßen quer durch den Norden transportieren und deren Geschichten im Rahmen einer Doku-Soap im Fernsehen erzählt werden? Aber auch Besucher können die Ice Roads natürlich nutzen.

Keine Sorge, wenn das Eis unter dem Fahrzeug knackt und dröhnt – die extra Portion Elch-Gulasch vom Vorabend ist sicherlich nicht schuld daran! Die Straßen führen von Yellowknife nach Dettah oder entlang des landschaftlich reizvollen Mackenzie Deltas von Inuvik nach Aklavik und über das Eis der Beaufort-See bis rauf nach Tuktoyaktuk. Link: Adventures on the Ice Roads

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 (Foto: Ice Road Truck, Denkzauber)

Petri Heil im Winter:

Quer über die Northwest Territories sind tausende von Seen verstreut und bieten perfekte Voraussetzungen für einen Angelurlaub. Was viele nicht wissen: Auch im Winter muss die Angelrute nicht eingemottet werden. Schon mal von Ice Fishing gehört? Einfach ein Loch durch die meterdicke Eisschicht bohren (wenn man bis jetzt noch nicht hungrig war, so wird dies sicherlich den Appetit auf leckeren Fisch anregen…), die Angel auswerfen und bei einer leckeren Tasse heißer Schokolade darauf warten, dass das Abendessen anbeißt. Wem es zu kalt wird, der kann rund um seine Angelstätte ein Zelt oder – noch viel besser – ein Iglu aufbauen. Link: Fresh Frozen Fishing

Auf Rudolphs Spuren:

Jedes Jahr in der ersten Aprilwoche überquert eine beeindruckende Rentierherde mit bis zu 2.500 Tieren den zugefrorenen Mackenzie River ganz in der Nähe von Inuvik. Wenn man der Herde vorsichtig und mit ausreichend Abstand mit dem Schneemobil folgt, kann man sie auf Richard Island ganz aus der Nähe beobachten. Hier bringen die Rentiere ihre Jungen zur Welt.

Land der nichtaufgehenden Sonne:

Die Northwest Territories sind bekannt für ihre sonnenverwöhnten Sommertage mit bis zu 24 Stunden Tageslicht. Doch wussten Sie auch, dass die Sonne in einigen Gemeinden der NWT im Winter für rund einen Monat überhaupt nicht aufgeht? Während dieser Zeit, der Polarnacht, liegt die tägliche Sonnenbahn vollständig unterhalb des Horizonts. In Inuvik feiern die Einheimischen den ersten Sonnenaufgang des Jahres Anfang Januar im Rahmen des Sunrise Festivals mit einem Freudenfeuer und (wenn das Wetter es zulässt) einem Barbecue.

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(Foto: NWT Tourism)

Farbfeuerwerk der Natur:

Wie ein Vorhang aus Lichtbändern erscheinen die Nordlichter der Aurora Borealis, wenn sie wirbelnd am nächtlichen Himmel tanzen. Manchmal bewegen sie sich mit unfassbarer und wilder Geschwindigkeit, manchmal schweben sie ganz faul in großen Bögen am Horizont entlang. Sie zeigen sich als geisterhafter Wisch in grün, rot oder lila, der urplötzlich in einer gigantischen Explosion auseinanderbrechen kann. Der Vorhang der Nordlichter fällt von Ende August bis Anfang April.

Zu tief ins Glas geschaut?

Wer denkt, die Aurora ist das einzige magische Phänomen am Himmel der Northwest Territories, der hat weit gefehlt! Wie ein Phantom zeigen sich die sogenannten Sun Dogs und lassen den Beobachter glauben, dass sich die Sonne vervielfältigt hat. In den kälteren Monaten formen sich Eiskristalle in den Wolken, die als Prismen fungieren und das Licht brechen. Manchmal zeigt sich dieses Phänomen wie ein Heiligenschein um die Sonne. Manchmal ertappt man sich aber auch dabei, dass man 3 Sonnen gleichzeitig sieht. Als ob das noch nicht wild genug ist, erscheinen diese Nebensonnen in verschiedenen Farben von rot bis blau, je nachdem wie nahe sie zur tatsächlichen Sonne stehen.

Magie des Eisnebels:

In den kältesten Monaten des Jahres verwandelt ein weiteres schimmerndes Phänomen die Northwest Territories in ein himmlisches Winter-Wunderland: der Eisnebel. Im Gegensatz zu normalem Nebel schweben hier keine Wassertröpfchen, sondern kleine Eiskristalle in der Luft und verzaubern die Szenerie.

Northwest Territories sind „Aurora Capital of the World“

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(Foto: Aurora Borealis, NWTT,J.F. Bergeron)

Die Northwest Territories beanspruchen den Titel „Aurora Capital of the World“. Frei übersetzt bedeutet das soviel wie “Hauptstadt der Polarlichter”. Titel sind bekanntlich Schall und Rauch, in diesem Fall trägt NWT aber nicht zu Unrecht den Titel: Seit mehr als 25 Jahren zählt die Region zu den besten Zielgebieten zur Beobachtung der Polarlichter. Die äußeren Rahmenbedingungen könnten nicht besser sein:

• perfekte geographische Lage direkt unter dem Aurora Oval
• halbtrockenes, arktisches Klima mit vielen klaren Winternächten
• dunkler Himmel ohne „Verschmutzung“ durch Licht
• recht flache Landschaft für hindernisfreie Beobachtungen
• Polarlichter von Ende August bis Anfang April

Wintervergnügen der anderen Art: Statt Ski oder Snowboard zählt ein gute Fotosausrüstung zur Grundausstattung für eine lange, sternklare Winternacht in NWT. Weitere Winterabenteuer…

 

Weitere Infos zu den Northwest Territories (NWT)

Die Nordwest-Territorien grenzen im Westen an Yukon, im Osten an Nunavut, im Südwesten an British Columbia, im Süden an Alberta und im Südosten an Saskatchewan. Im äußersten Südosten stößt das Territorium außerdem am Vierländereck Four Corners an die Provinz Manitoba. Die rauen und weitestgehend unbekannten Northwest Territories bestehen aus einem Festlandteil mit dem Großen Sklavensee (Great Slave Lake) und dem Großen Bärensee (Great Bear Lake) sowie den Inseln des arktischen Archipels Nordkanadas. Die Küste der Northwest Territories erstreckt sich von der Mündung des Mackenzie bis zum Amundsen Golf am Eismeer. Die beeindruckenden Gebiete ursprünglicher Wildnis mit  Wildtieren, wie Bären, Wölfen und Raubvögeln sind aufgrund der kargen Infrastruktur und fehlenden Straßen überwiegend mit Wasserflugzeugen oder Booten zu bereisen. Eine Ausnahme bildet dabei der noch immer recht abenteuerliche Dempster Highway.

Einzigartig ist die Tierwelt der Northwest Territories: Hier leben rund 10.000 Schwarz- und Grizzly-Bären, 6.000 Polarbären, 700.000 Karibus und 85.000 Moschusochsen. Weiterführende Informationen zu den Northwest Territories auf www.spectacularnwt.de. Die englischsprachige Website bietet jeoch deutlich mehr und aktuellere Informationen unter www.spectacularnwt.com.

Tipps für Selbstfahrer:
– 
beste Reisezeit (für Sommer) zwischen Juni und September
– Fährbetrieb in der Regel Mitte Mai bis Mitte November, im Winter Eisbrücken über die Flüsse
– bei Regen besondere Vorsicht auf den Schotterpisten
– Versorgung mit Benzin, Lebensmittel und Wasser genau planen
– Infos zu Straßenverhältnissen unter www.dot.gov.nt.ca
– Handynetz ist nur an wenigen Orten verfügbar; WLAN in vielen Hotels
– Campinggrounds u.a. unter www.campingnwt.ca

Regionale Charterfluglinien:
www.flynorth.com
www.canadiannorth.com
www.firstair.ca
www.westjet.com

Weitere Fakten:
Hauptstadt: Yellowknife
Größte Stadt: Yellowknife
Fläche: 1.346.106 km²
Einwohner: 41.464
Websites: Northwest Territories (deutsch), Northwest Territories (englisch)

Touristische Highlights:
Aulavik National Park
Nahanni National Park

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