Québec begeistert durch die Vielfalt ihrer Regionen

Ob Städtetrip oder Naturerlebnis, Kreuzfahrt oder Outdoor-Spaß, Familienurlaub oder Wellness-Vergnügen – die größte kanadische Provinz Québec versteht es, mit ihrer Vielfalt zu begeistern. Hier entdecken Besucher eine gelungene Mischung aus französischem „Savoir Vivre“ und amerikanischem „Way of Life“. Die wichtigsten Regionen haben wir euch in einem Überblick zusammengestellt.

Québecs touristische Regionen

Neben den zwei wichtigsten Städten Montréal und Québec City lässt sich die Provinz Québec touristisch in 20 weitere Regionen einteilen. Zu den besonders beeindruckenden gehören zum Beispiel die in den Atlantik ragende Gaspé-Halbinsel mit ihren vorgelagerten Inseln, das Südufer des Sankt-Lorenz-Stroms, die Laurentinischen Berge nördlich von Montréal, das Gebiet nördlich des Sankt-Lorenz-Stroms und nicht zuletzt der ausgedehnte Norden mit seiner baumlosen Tundra.

Abitibi-Témiscamingue

Die Verwaltungsregion liegt im Westen Québecs. „Menschenleer“, so lässt sich das Gebiet am besten beschreiben. In den Herzen der Québecer ist Abitibi-Témiscamingue dennoch tief verwurzelt. Traditionell gehörte das Land den Algonquins, heute umgibt es eine mystische Atmosphäre, als sei die Zeit stehen geblieben. Touristen verirren sich nicht oft in das abgelegene Gebiet – was es für andere wiederum umso attraktiver macht. Besonderes Highlight der Region ist die Goldstadt, die „Cité de l’or“: Sie erinnert an den Goldrausch vergangener Zeiten, im historischen Bergbaudorf Bourlamaque steigen Mutige auf eine Tiefe von 90 Meter in die Bergwerkstollen – der tiefsten öffentlich zugänglichen Goldmine Kanadas – ab. Ein weiteres Highlight dieser Region ist die „Route des Explorateurs“, die Reisende auf die Spuren der ersten Entdecker führt.

Outaouais

Am Rande der Provinz Québec liegt diese Region, die eine Mischung zwischen Stadt- und Landleben bietet. Outaouais hat viele Facetten, sowohl für eingeschworene Stadtmenschen als auch für Wildnisbezwinger. Besonders beeindruckend ist Pontiac – nirgendwo ist der Einfluss der schottischen, britischen, deutschen, irischen und französischen Siedler so deutlich. Außerdem bietet Pontiac einen atemberaubenden Blick auf den Ottawa-Fluss, oder auch auf die Coulonge Wasserfälle – und den angeblich schönsten Sonnenuntergang der ganzen Region.

Québec Maritime

In der Region Québec Maritime am Sankt-Lorenz-Strom lässt sich die Lebensader der Provinz Québec besonders gut erleben. Für Mensch und Tier ist der Strom seit jeher überlebenswichtig. Verschiedenste Walarten und andere Meerestiere fühlen sich in Québec pudelwohl. Hier tummeln sich in den Sommermonaten bis zu 13 Meeressäugerarten, darunter auch der Blauwal, das größte und schwerste Tier der Welt. Am besten lassen sie die faszinierenden Tiere im Saguenay-Fjord, im Marinepark Saguenay-Saint-Laurent und in der Bucht von Tadoussac beobachten. Bas-Saint-Laurent, Gaspésie, Côte-Nord und die Madgalenen-Inseln sind besonders für Tier- und Naturliebhaber ein Fest.

Gaspésie

Am Südufer des Sankt-Lorenz-Stroms östlich von Québec City ragt die eindrucksvolle Gaspé-Halbinsel mit ihren hohen Klippen weit in den Atlantik hinein. Eine „Tour de la Gaspé“ mit Ausgangspunkt Québec City ist ein absolutes Muss bei jeder Rundreise durch Québec. An der Spitze der Gaspé-Halbinsel am Mündungstrichter des Sankt-Lorenz in den Atlantik liegt der sehenswerte „Forillon“ Nationalpark. Höhepunkt einer Reise durch die Region Gaspésie sind die Chic-Chocs- Berge im Innern der Halbinsel, die nur zu Fuß erreichbar sind. An der Nordseite des mit Straßen und Wanderwegen durchzogenen Naturschutzgebietes trotzen bis zu 200 Meter steil abfallende Felsen der stürmischen Brandung. Landschaftlicher Höhepunkt ist die Gegend um das Städtchen Percé mit dem Wahrzeichen dieser Region, dem „Rocher Percé“, einem 430 Meter langen und 90 Meter hohen Felsen vor der Atlantikküste. NEU: Im Frühjahr eröffnet im Géoparc de Percé eine neue, gläserne Aussichtsplattform www.geoparcdeperce.com

Charlevoix

Schön, schöner, Charlevoix: Seit 1988 ist die Region ein Biosphärenreservat der UNESCO. Steile Klippen und messerscharfe Felsformationen geben Charlevoix ein sehr raues Gesicht – Schuld ist ein Meteorit mit zwei Kilometern Durchmesser, der vor 350 Millionen Jahren in Charlevoix einschlug und einen 56 Kilometer großen Krater hinterließ. Charlevoix hat aber noch viel mehr zu bieten: Es gilt außerdem als Herz der Gourmetküche, als besonders musisch und künstlerisch.

Lanaudière, Mauricie

Outdoor-Fans fühlen sich im Hinterland besonders wohl: Entlang des Sankt-Lorenz-Stroms breiten sich Flüsse, Seen und Wälder aus. Spezielle Jagd- und Angellodges (Les Pourvoiries du Québec) lassen den Traum vom Urlaub im typisch kanadischen Blockhaus wahrwerden. Selbst die Fortbewegung ist in Lanaudière und Mauricie ein Abenteuer: Im Sommer als Waldläufer oder im Kanu als Angler, im Winter auf dem Schneemobil, Hundeschlitten oder auf Schneeschuhen.

Chaudière-Appalaches

300 Jahre Geschichte haben ihre Spuren hinterlassen: Die Region ist stolz auf ihr reiches kulturelles Erbe. Verschiedene historische Gebäude sind erhalten geblieben und so befinden sich in Chaudière-Appalaches einige der schönsten Orte Québecs. Die Region gilt als besonders authentisch und gastfreundlich. Diese menschliche Wärme ist auch in den kultigen „Sugar Shacks“ spürbar. In einigen dieser Zuckerhütten kann die Produktion des Ahornsirups besichtigt werden. Anschließend gibt es an rohbehauenen Holztischen in der Hütte deftige Québecer Landkost mit vielen traditionellen Ahornsirup-Gerichten. Ein Muss ist der beeindruckende Besuch der historischen Stätte „Grosse-Île-et-le-Mémorial-des-Irlandais“. Zwischen 1832 und 1937 nahm die Insel als Quarantänestation tausende Einwanderer aus Irland bei ihrer Ankunft in Amerika auf.

Laurentides

Eine knappe Autostunde nördlich von Montréal liegen die Hausberge der Metropole, die Laurentides. Diese Mittelgebirgslandschaft ist durchzogen von Seen, Flüssen und Wäldern, zwischen denen sich kleine, malerische Orte mit guten Restaurants und Ferienhotels verstecken. Die Laurentinischen Berge sind ein beliebtes Ausflugsziel: Hier können Urlauber kanadische Wildnis schnuppern und unberührte Natur erleben. Die Skigebiete der Laurentides – besonders Mont Tremblant, Sainte Adèle und Sainte Agathe – laden zum Skifahren ein und sind ein wahres Mekka für Schneeschuhläufer. In den Sommermonaten bieten Kanu, Mountain Bike oder Wanderschuhe Aktivurlaubern eine Fülle an Entdeckungsmöglichkeiten.

Saguenay – Lac-Saint-Jean

Saguenay – Lac-Saint-Jean ist für alle, die sich zwischen Urlaub in der Stadt und in der Natur nicht entscheiden wollen. Die Region liegt günstig in der Nähe der Metropolen, gleichzeitig aber mitten in der wilden und schönen Natur Québecs. Es ist das Paradies für Frischluftfanatiker. Vor allem im Winter gibt es eine Vielzahl an Aktivitäten: Von Fahrten mit dem „Motoneige“ über Skifahren und Schlittenhundetouren bis hin zu Eisfischen. Der riesige See „Saint Jean“ und der berühmte Saguenay-Fjord sorgen für eine dramatische Kulisse. Einige meinen, dass es in der ganzen Provinz keinen schöneren Ort gäbe. Der Fjord bildete sich während der letzten Eiszeit und ist bis zu 500 Meter hoch – eindrucksvoll und etwas ganz Besonderes: Er ist der südlichste Fjord der Nördlichen Hemisphäre. Besucher strömen nicht nur deshalb Richtung Saguenay, sondern auch zur Walbeobachtung. Die majestätischen Tiere tummeln sich im Wasser und sind hier fast zum Greifen nah.

Cantons-de-l’Est

Die Cantons-de-l’Est befinden sich im Südosten von Québec, südlich des Sankt-Lorenz-Stromes an der Grenze zu den USA. Die ersten Einwohner waren die Abenaki, auch noch heute stammen viele der Namen von Städten, Seen und Flüssen in den Cantons-de-l’Est von den Ureinwohnern. Früher gehörte das Gebiet zu Neufrankreich. Die Cantons-de-l’Est sind nur eineinhalb Autostunden von Montréal entfernt. Trotzdem wirken sie wie eine eigene Kulturlandschaft: Ackerland, Weinberge, weißgetünchte Zäune, Ahornbäume, Seen – eingerahmt von Pinienwäldern – und massive Holzhütten. Very British! Kein Wunder: Als die Vereinigten Staaten 1775 ihre Unabhängigkeit erklärten, flohen viele Getreue der britischen Krone in die heutigen Cantons-de-l’Est. Einige Orte tragen daher Namen wie Sutton, Richmond, Stanstead und Windsor. Sie beeindrucken mit ihren charmanten Cafés de villages, Antiquitätenshops und familiengeführte Bed&Breakfasts. Die Region ist ein Mekka für Genießer: Wein, Eiswein, Eis-Cider, Cider, Käse, Ahornsirup und Honig sind typische Spezialitäten aus den Cantons-de-l’Est. Im Winter ist die Region als Wintersportparadies bekannt. Viele Reisende schätzen die entspannte und ruhige Atmosphäre der Cantons-de-l’Est als Kontrast zur Alltagshektik.

Nunavik, Baie-James und Eeyou Istchee

Wer die Zivilisation hinter sich lassen möchte, besucht diesen nordischen Nationalpark inmitten der Tundra. Nunavik ist der nördlichste Teil Québecs. Auf dem 510.000 Quadratkilometer großen Gebiet leben rund 11.000 Menschen – 90 Prozent von ihnen sind Inuit. Der Name „Nunavik“ bedeutet „Land, in dem es sich leben lässt“. Wer nach Nunavik möchte, muss eine kompliziertere Anreise auf sich nehmen: Es gibt keine Straßenanbindung nach Québec. Reisende müssen das Flugzeug nehmen. Die Mühe lohnt sich allerdings, das Natur- und Kulturerlebnis ist ursprünglich und einzigartig. In Begleitung von Inuit-Führern entdecken Reisende die irdischen Mondlandschaften, die sich unter der Unermesslichkeit des arktischen Himmels über unendliche Weiten erstrecken. Eine der Hauptattraktionen ist das „Kristallauge“ („Pingualuit-Krater“), ein gigantischer Meteoritenkrater, in dem sich vor 1,4 Millionen Jahren ein See gebildet hat. Im Nordwesten Québecs liegen Eyyou Istchee Baie-James, auch Jamésie genannt. Früher hieß die Gemeinde nur Baie-James, seit 2012 gibt es zwischen der Provinz Québec und dem Grand Council der Cree (Eeyou Istchee) einen Vertrag. Seit Anfang 2014 bestimmen die Cree und Vertreter von Baie-James gleichberechtigt über das Territorium Eeyou Istchee Baie-James. Ursprünglich entstand Baie-James, als sich Arbeiter und Angestellte eines Wasserkraftprojektes in den 70ern ansiedelten. Wer „abseits der ausgetretenen Pfade“ unterwegs sein möchte, sollte sich die Jamésie genauer anschauen. Ein Besuch in einer Cree-Gemeinde ist quasi Pflicht, um die spannende Geschichte und Kultur kennenzulernen.

Côté Nord (Manicouagan und Duplessis)

Der Manicouagan-Stausee in der Region Côté Nord ist einer der berühmtesten der Welt: Er ist ringförmig und entstand innerhalb eines Einschlagkraters. Der Meteorit riss ein Loch mit einem Loch von 100 Kilometern in den Boden. Der See ist ein beeindruckendes Naturschauspiel, die Umgebung ein Paradies für Wanderer. Wer von atemberaubender Natur nicht genug bekommen kann, sollte sich auch nach Duplessis wagen. Eine attraktive Mischung mit endlosen, dichten Wäldern, einer Küste mit einigen der schönsten Strände Québecs. Duplessis zieht Naturverbundene magisch an: Jäger, Angler, Schneemobilfahrer und Abenteurer von Nah und Fern. Die Region gilt als „weit ab vom Schuss“ – wer Ruhe und ungetrübtes Naturvergnügen möchte, ist genau richtig. Selten zeigt sich die Natur so unberührt wie in Duplessis. Tierfans sollten die Île d’Anticosti nicht verpassen, das Reich der Weißwedelhirsche: Pro Quadratkilometer leben 20 Tiere. Duplessis ist ein Naturparadies, das seinen Wohlstand neben der Wasserkraft auch mit der Bergbauindustrie und Forstwirtschaft erarbeitet hat.

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